PS5 Kindersicherung: Spielzeit, Altersgrenze und Ausgabelimit

Das erwartet dich
Die PS5 schützt dein Kind erst, wenn du in deinem PlayStation-Konto eine Familie anlegst und das Kind hinzufügst. Danach stellst du Altersgrenzen, Spielzeit, Chat und Ausgabelimit an der Konsole oder in der Family-App ein.
Dieser Ratgeber gehört zum Überblick zur Kindersicherung am Handy und Tablet und zeigt dir die Konsolen-Variante. Für die Nintendo-Konsole gibt es eine eigene Anleitung zur Kindersicherung der Switch.
Erst die Familie anlegen
Bei PlayStation gibt es eine Familie mit einem Familienmanager. Wer ein Familienmitglied hinzufügt, wird laut PlayStation zum Familienmanager, und eine Familie hat nur einen. Der Familienmanager kann Kinder hinzufügen, die Spielzeit einsehen und die Kindersicherung einrichten.
Dein Kind braucht ein eigenes Kinderkonto, das mit Name und Geburtsdatum angelegt wurde (PlayStation Support). Anlegen kannst du es in der PlayStation Family-App, im Web in der Konto-Verwaltung oder an der Konsole. Minderjährige Familienmitglieder lassen sich später nicht aus der Familie entfernen.
Einrichten an der PS5 (Stand: Oktober 2026)
Der Weg folgt der PlayStation-Hilfeseite zur Kindersicherung. Menünamen können sich mit einem Update ändern.
- Melde dich als Familienmanager, Elternteil oder Erziehungsberechtigter an.
- Öffne Einstellungen, dann Familie und Kindersicherung und Familienverwaltung.
- Wähle dein Kind aus und passe die Kindersicherung an.
- Prüfe, ob eine Einschränkungsstufe passt, und ändere einzelne Punkte nach Bedarf.
- Stelle eine Zeitzone ein und öffne die Spielzeiteinstellungen.
- Speichere. Wenn dein Kind gerade spielt, muss es sich ab- und wieder anmelden.

Die Einstellungen gelten kontoweit. Nutzt dein Kind PS5 und PS4, greifen die Beschränkungen auf beiden Konsolen.
Wie du daraus eine Regel machst, die in eurer Familie trägt, zeigt Kapitel 7 im Elternkurs Digital aufwachsen.
Die drei Voreinstellungen im Vergleich
PlayStation bietet drei Einschränkungsstufen: „Ab spätem Teenageralter“, „Frühes Teenageralter“ und „Kind“. Sobald du einen einzelnen Punkt änderst, wechselt die Stufe automatisch auf „Anpassen“.
| Funktion | Kind | Frühes Teenageralter | Ab spätem Teenageralter |
|---|---|---|---|
| PS4/PS3-Spiele | Altersfreigabe bis 6 oder 7 | bis 12 oder 13 | bis 15 |
| Webbrowser | eingeschränkt | eingeschränkt | nicht eingeschränkt |
| PS VR2 und PS VR | eingeschränkt | nicht eingeschränkt | nicht eingeschränkt |
| Kommunikation | eingeschränkt | eingeschränkt | eingeschränkt |
| Monatliches Ausgabelimit | 0 | 0 | 0 |
PS5-Spiele und -Apps richten sich in allen drei Stufen nach der Altersfreigabe deines Kindes. Die Seite nennt PS VR2 und PS VR für Kinder unter 12 Jahren als nicht geeignet.
Spielzeit festlegen
Unter Spielzeiteinstellungen wählst du, ob die Spielzeit begrenzt wird. Du legst die Dauer der Spielzeit und die Spielbaren Stunden für die ganze Woche oder für einzelne Wochentage fest. Die Zeitzone muss vorher eingestellt sein.
Zusätzlich bestimmst du, was am Ende passiert: „Nur benachrichtigen“ oder „Ausloggen“. Bei „Nur benachrichtigen“ erfährt dein Kind vom Ende, spielt aber weiter. Bei „Ausloggen“ wird es nach Ablauf abgemeldet. Kurz vor Ende erscheinen Hinweise am oberen Bildschirmrand.
Brauchst du kurzfristig eine Ausnahme, ändere in der Family-App oder an der PS5 die Spielzeit für heute. Dein Kind kann auf der PS5 auch über die Erinnerungsmitteilung um mehr Zeit bitten. Du bekommst dann eine Nachricht und entscheidest.
Welche Zeitrahmen je Alter üblich sind, steht im Überblick zur Bildschirmzeit bei Kindern. Dieselbe Idee auf dem Smartphone zeigt der Beitrag zur Family-Link-Bildschirmzeit.
Ausgabelimit, Chat und Ausnahmen
Käufe im PlayStation Store werden laut PlayStation vom Guthaben im Familienmanager abgebucht. Das monatliche Ausgabelimit steht standardmäßig auf 0. Du kannst es erhöhen, wenn dein Kind etwas kaufen soll. Auch vom Familienmanager ernannte Erziehungsberechtigte können das Limit ändern, sprecht das ab.
Mit der Option „Einschränken“ bei Kommunikation und benutzerseitig generierte Inhalte sind Textnachrichten und Sprach-Chats mit anderen Spielern aus. Vorgefertigte Nachrichten im Spiel bleiben erlaubt. Das Teilen und Ansehen nutzergenerierter Inhalte wird ebenfalls gesperrt.
Möchte dein Kind ein gesperrtes Spiel spielen, schickt es über den Sperrbildschirm eine Anfrage. Du bekommst eine Mitteilung und eine E-Mail und kannst das Spiel unter Zugelassene Spiele freigeben. Ein Spiel ab 12 kann mehr Austausch mit Fremden bedeuten, als die Zahl vermuten lässt, deshalb lohnt sich ein Blick auf die Zusatzhinweise der USK.
Was die Family-App zusätzlich kann
Die PlayStation Family-App ist die Fernbedienung für die Familienverwaltung. Laut PlayStation legst du dort die Kindersicherung fest, verwaltest Spiele und Inhalte, schränkst die Kommunikation ein und setzt Ausgabelimits. Auch Spielausnahmen bearbeitest du dort.
Zusätzlich stellst du die Privatsphäre deines Kindes ein: Wer Freundschaftsanfragen schicken oder Nachrichten senden darf, und wer Spiele, Trophäen, Online-Status und Aktivitäten sieht. Du kannst auch entscheiden, wer diese Einstellungen ändern darf, du oder dein Kind.
Hast du Kinder an PC und Konsole, gibt es in der App außerdem Kindersicherung für den PC. Für weitere Kinder fügst du sie später unter Einstellungen und Familienverwaltung hinzu.
Was du vorher mit deinem Kind klärst
Sprich vor dem Einrichten darüber, was ihr einstellt und warum. Das ist ein Praxisvorschlag, keine Studienempfehlung: Regeln, die ein Kind kennt und mit aushandeln durfte, wirken eher fair als solche, die plötzlich auf dem Bildschirm erscheinen.
Drei Fragen helfen dabei:
- Wann und wie lange wird an einem normalen Tag gespielt?
- Wer darf mit deinem Kind chatten, und was tut es bei komischen Nachrichten?
- Wofür darf Geld ausgegeben werden, und wer entscheidet das?
Was die Einstellungen nicht abdecken
Die Kindersicherung der PS5 regelt das, was über das PlayStation-Konto läuft. Spiele mit eigenem Konto wie Fortnite brauchen zusätzlich eigene Einstellungen. Wie das geht, zeigt der Beitrag zur Epic-Games-Kindersicherung.
In der Family-App siehst du außerdem den Aktivitätsbericht der letzten 7 Tage mit den meistgespielten Spielen. Nutze ihn als Gesprächsanlass, nicht als Kontrolle von oben. Auch gute Einstellungen ersetzen kein Gespräch darüber, was dein Kind spielt und mit wem.

Häufige Fragen
Gilt die Kindersicherung auch für die PS4?
Ja, die Familienverwaltung gilt kontoweit. Nutzt dein Kind PS5 und PS4, greifen die Beschränkungen laut PlayStation für beide Konsolen. Der Weg im Menü unterscheidet sich leicht.
Kann ich die Kindersicherung auch vom Handy aus einstellen?
Ja, die PlayStation Family-App bietet Kindersicherung, Spielzeit, Ausgabelimit und Privatsphäre-Einstellungen. Ein paar Funktionen gibt es laut PlayStation nur dort.
Darf mein Kind selbst Einstellungen ändern?
Das legst du fest. Bei den Privatsphäre-Einstellungen entscheidest du, ob du sie änderst oder ob dein Kind das selbst darf. In beiden Fällen wirst du benachrichtigt, wenn es etwas ändert.
Reichen die Voreinstellungen?
Sie sind ein guter Start, passen aber nicht auf jedes Kind. Ändere einzelne Punkte, und sprich mit deinem Kind darüber, was gilt.
Das kannst du als Nächstes tun
Lege heute die Familie an oder prüfe, ob dein Kind angemeldet und verifiziert ist. Setze danach Spielzeit und Ausgabelimit. Wie ihr gemeinsam Regeln für Konsole, Handy und Tablet vereinbart, behandelt das Kapitel zum Familienkonzept im Elternkurs.
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