Family Link Standort einrichten: So geht es, und wann es sinnvoll ist

Das erwartet dich
Mit Family Link siehst du den Standort des Android-Geräts deines Kindes, aber nur, wenn die Standortfreigabe für das Kind eingerichtet und eingeschaltet ist. Ob die Ortung euch Sicherheit gibt oder Misstrauen sät, entscheidet weniger die Technik als die Absprache.
Wie Kindersicherung auf dem Handy insgesamt aufgebaut ist, erklärt der Überblick zur Kindersicherung am Handy. Hier geht es nur um den Standort in Family Link.
So richtest du die Standortfreigabe ein
Die Schritte stammen aus der Google-Hilfe zum Standort deines Kindes (Stand: Oktober 2026). Voraussetzung ist ein Android-Gerät oder ein kompatibles Fitbit-Gerät, das mit dem Konto deines Kindes verknüpft ist.
- Öffne die Family Link App und tippe auf „Standort“.
- Wähle „Standorteinstellungen festlegen“. Fehlt die Option, wähle zuerst dein Kind aus und aktiviere die „Standortfreigabe“.
- Wähle bei mehreren Kindern das passende Kind aus.
- Tippe auf „Weiter“ und dann auf „Aktivieren“.
Es kann etwas dauern, bis der Standort erscheint. Für genauere Werte wählst du in Family Link das Gerät deines Kindes aus und aktivierst „Standortgenauigkeit“ oder „Hohe Genauigkeit“. Ein Mobilfunk-Datentarif verbessert die Bestimmung laut Google.

Wenn du die Freigabe später ändern willst: Öffne „Standort“, wähle das Konto deines Kindes, öffne über das Dreipunkt-Menü die „Standorteinstellungen“ und schalte „Standort meines Kindes sehen“ ein oder aus.
Familienorte und Benachrichtigungen
Für Orte, die im Alltag wichtig sind, kannst du in Family Link „Familienorte“ anlegen, etwa Zuhause oder Schule. Laut Google geht das so: Konto des Kindes wählen, „Standort“, „Familienorte“, „Neuer Ort“, Adresse suchen, ein Label vergeben und speichern.
Danach kannst du Benachrichtigungen einschalten, wenn dein Kind an einem Ort ankommt oder ihn verlässt. Dafür braucht es einen Familienort und einen aktiven Genauigkeitsmodus. Ist die Genauigkeit ausgeschaltet, werden auch die Benachrichtigungen deaktiviert. Pro Adresse ist nur ein Familienort möglich.
Wenn der Standort fehlt oder nicht stimmt
Die Ortung ist keine Garantie. Nach der Google-Hilfe erscheint kein Standort, wenn das Gerät ausgeschaltet, nicht online oder längere Zeit nicht benutzt wurde. Ist dein Kind auf mehreren Geräten angemeldet, siehst du nur das meistgenutzte.
Fehlt der Standort ganz, prüfe zuerst die Einstellungen „Standort deines Kindes sehen“ und „Gerätestandort“ und warte etwas. Stimmt er nicht, helfen Internetverbindung, WLAN und ein Neustart des Geräts. Google empfiehlt außerdem, den Kompass neu zu kalibrieren.
Auf iPhones und im Browser wirkt die Family Link-Aufsicht laut Google nur teilweise (nachzulesen in den häufigen Fragen zu Family Link). Der Standort gilt zudem nur für das Gerät, nicht für dein Kind: Liegt das Handy in der Schultasche, sagt die Karte nichts darüber, wo dein Kind gerade ist.
Zum Standortverlauf enthalten die Hilfeseiten von Google zur Standortfreigabe keine Angaben, die hier belegt werden könnten. Wir machen deshalb dazu keine Aussage und empfehlen, in der App nachzusehen, was dir angezeigt wird. Wie du Apps, Zeiten und Käufe mit zwei Eltern verwaltest, steht im Beitrag zum zweiten Elternteil in Family Link.
Ortung und Vertrauen: Wann sie hilft und wann sie belastet
Eine Ortung kann entlasten, etwa auf dem Schulweg, wenn ein Kind zum ersten Mal allein unterwegs ist. Sie kann aber auch wie Kontrolle wirken, wenn dein Kind nicht weiß, dass und wie oft du nachschaust. Beides hängt davon ab, wie ihr darüber sprecht.
Hilfreich sind klare Absprachen. Legt gemeinsam fest, wann du nachschaust, zum Beispiel wenn dein Kind zu spät kommt, und wann nicht, zum Beispiel einfach aus Neugier. Vereinbart außerdem, was dein Kind tun soll, wenn der Akku leer ist oder das Gerät verloren geht, und wen es dann anspricht.
Die Ortung ersetzt dabei nicht das Gespräch. Der Elternkurs ordnet das in Kapitel 6 ein: Dort geht es darum, wie Beziehung, Grenzen und wachsende Selbstständigkeit zusammenpassen, im Elternkurs Digital aufwachsen.
Nach Alter
Diese Vorschläge sind Praxisideen, keine Vorgaben von Google. In Deutschland ist ein Google-Konto ohne Aufsicht erst ab 16 Jahren vorgesehen, wie die Hilfe zu Family Link beschreibt.

Wie du Apps freigibst und nach welchen Kriterien du entscheidest, erklärt der Beitrag zur App-Freigabe in Family Link. Welche Altersgrenzen bei Apps gelten, ordnet der Überblick zu den Altersfreigaben bei Apps und Spielen ein.
Häufige Fragen
Wie sehe ich den Standort meines Kindes in Family Link?
Öffne die Family Link App und tippe auf „Standort“. Voraussetzung ist, dass die Standortfreigabe für dein Kind aktiviert ist und das Gerät ein Android-Gerät oder ein kompatibles Fitbit-Gerät ist.
Warum zeigt Family Link keinen Standort an?
Laut Google erscheint kein Standort, wenn das Gerät ausgeschaltet, nicht online oder längere Zeit ungenutzt ist. Prüfe außerdem die Einstellungen „Standort deines Kindes sehen“ und „Gerätestandort“.
Zeigt Family Link auch Standorte von mehreren Geräten?
Nein. Ist dein Kind auf mehreren Geräten angemeldet, wird laut Google nur das meistgenutzte Gerät angezeigt.
Kann ich Benachrichtigungen erhalten, wenn mein Kind ankommt?
Ja, wenn du einen Familienort angelegt hast und der Genauigkeitsmodus aktiv ist. Dann kannst du „ankommt“ oder „weggeht“ einschalten.
Was du jetzt tun kannst
Besprecht zu Hause, ob und wann ihr die Ortung nutzen wollt. Richte sie erst danach gemeinsam mit deinem Kind ein.
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