Family Link einrichten: 5 Schritte und 4 Grenzen für Eltern

Das erwartet dich
Family Link ist die kostenlose Elternaufsicht von Google für Android-Handys. In diesem Ratgeber erfährst du, was du dafür brauchst, wie du Bildschirmzeit, Apps und Standort einstellst und wo Family Link an seine Grenzen kommt.
Family Link gehört zum Überblick zur Kindersicherung fürs Handy, wo auch iPhone, Konsolen und Router vorkommen. Alle Menüwege hier folgen den offiziellen Hilfeseiten von Google (Stand: Oktober 2026). Weicht dein Handy ab, gilt die aktuelle Anleitung dort.
Was ist Family Link und was brauchst du dafür?
Family Link ist eine App von Google, mit der Eltern das Google-Konto und die Geräte ihres Kindes begleiten. Laut Google brauchst du vorab Folgendes:
- Du: ein Google-Konto, mindestens 18 Jahre und ein Android-Gerät (ab Version 6.0), ein iPhone oder iPad (ab iOS 16) oder ein Chromebook, auf dem du die App installierst. Du musst im selben Land wohnen wie dein Kind.
- Dein Kind: ein Google-Konto und ein Android-Gerät (ab Version 6.0), ein Chromebook (ab ChromeOS 71) oder ein kompatibles Fitbit.
Die App läuft also auch auf deinem iPhone, aber das Gerät deines Kindes muss ein Android-Gerät oder Chromebook sein.
Wie sieht das Konto deines Kindes aus?
Ein selbst verwaltetes Google-Konto gibt es in Deutschland erst ab 16 Jahren, wie die Google-Hilfe zum Mindestalter erklärt. Jüngere bekommen ein Konto mit Elternaufsicht. Gib deshalb beim Anlegen das echte Alter an.
Mit der App kannst du zwei Wege gehen. Für Kinder unter 13 Jahren erstellst du in der App ein neues Google-Konto. Hat dein Kind schon ein Konto, richtest du die Elternaufsicht dafür ein.
Schritt für Schritt: Family Link einrichten
Die Einrichtung geht am besten gemeinsam, denn dein Kind muss auf seinem Gerät mitmachen. Nimm dir einen ruhigen Moment und erkläre, wozu die Einstellungen dienen.

- Installiere die Family Link App auf deinem Handy und melde dich mit deinem Google-Konto an.
- Lege ein Konto für dein Kind an oder richte die Elternaufsicht für das bestehende Konto ein. Folge dabei den Schritten in der App.
- Melde das Konto deines Kindes auf seinem Android-Gerät an und bestätige die Verknüpfung.
- Stelle Bildschirmzeit, Apps und Inhalte ein (die Wege dafür stehen unten).
- Teste alles einmal gemeinsam, zum Beispiel mit einer App, die dein Kind installieren möchte.
Die Hilfeseite von Google beschreibt die Einrichtung nicht Klick für Klick, die App führt dich durch die Schritte. Danach sind die folgenden Wege wichtig.
Bildschirmzeit und Schlafenszeit einstellen
Für das Tageslimit gehst du laut Google so vor:
- Öffne die Family Link App und wähle oben links das Konto deines Kindes.
- Tippe unten links auf „Bildschirmzeit“ und dann auf „Zeitlimits“.
- Aktiviere „Tageslimit“ und öffne den „Wochenplan“.
- Wähle einen Tag und trage die maximale Bildschirmzeit ein. Mit „Auf alle Wochentage anwenden“ gilt sie für die ganze Woche. Dann tippst du auf „Fertig“.
Limits gelten pro Gerät. Wenn dein Kind einmal mehr Zeit braucht, tippst du unter „Bildschirmzeit“ beim Gerätenamen auf „Bonuszeit“. Dafür musst du das Tageslimit nicht ändern.
Wie viele Minuten pro Alter sinnvoll sind, besprichst du am besten in einem eigenen Gespräch. Orientierung gibt der Beitrag über Bildschirmzeit bei Kindern.
Apps erlauben oder blockieren
Apps steuerst du ebenfalls unter „Bildschirmzeit“. Wähle „Zeitlimits“ und dann „App-Limits“. Blockierte Apps stehen dort mit dem Vermerk „Blockiert“. Tippst du eine App an, schaltest du sie mit dem Schalter zwischen „Erlaubt“ und „Blockiert“ um. Danach tippst du auf „Fertig“.
Die Änderung wirkt laut Google nach etwa fünf Minuten oder sobald das Gerät online ist. Läuft die App gerade, bekommt dein Kind eine Minute vorher eine Warnung. Einige Apps lassen sich nicht blockieren.
Standort und Inhalte bei Google Play
Den Standort eines Android-Geräts siehst du, wenn du in der App „Standort“ und „Standorteinstellungen festlegen“ wählst. Dann tippst du auf „Weiter“ und „Aktivieren“. Sprich vorher mit deinem Kind darüber, warum du das möchtest. Bei älteren Kindern ist das ein heikles Thema, das ihr zusammen entscheiden solltet.
Zusätzlich kannst du nicht jugendfreie Inhalte bei Google Play sperren. Kaufgenehmigungen gelten allerdings nur für Käufe über das Abrechnungssystem von Google Play. Käufe in Spielen über andere Wege erfasst Family Link damit nicht.
Wo Family Link an Grenzen stößt
Family Link hilft, ersetzt aber kein Gespräch. Das sagt auch klicksafe: Technische Lösungen bieten keinen vollständigen Schutz.
| Grenze | Was dahintersteckt |
|---|---|
| Filter nicht perfekt | Laut Google blockiert Family Link nicht alle unangemessenen Inhalte, die Filter für Suche, Chrome und YouTube sind „nicht perfekt“ |
| iPhone und Browser | Auf iOS und im Browser wirkt die Aufsicht laut Google nur teilweise |
| Käufe | Genehmigungen gelten nur für Google Play |
| Zusätzliche Konten | Ein zweites Konto auf dem Gerät könnte Apps ohne Zustimmung laden, deshalb sind sie nicht erlaubt |
Wie lange bleibt die Elternaufsicht?
Du kannst die Elternaufsicht laut Google jederzeit beenden. Hat dein Kind das Mindestalter seines Landes erreicht und ist noch nicht 18, braucht es die Einwilligung eines Elternteils, um die Aufsicht zu beenden. In Deutschland liegt das Mindestalter für ein selbst verwaltetes Google-Konto bei 16 Jahren.
Plane deshalb rechtzeitig, was sich ändern soll. Die folgende Staffelung ist ein Praxisvorschlag, keine Empfehlung von Google.

Wer ein Microsoft-Gerät nutzt, findet im Beitrag zu Microsoft Family Safety das Gegenstück für Windows und Xbox. Wie USK-Freigaben und App-Altersgrenzen zusammenpassen, steht im Beitrag über Altersfreigaben bei Apps und Spielen.
Häufige Fragen
Brauche ich ein eigenes Google-Konto für Family Link?
Ja. Du brauchst laut Google ein Google-Konto, das sich kostenlos erstellen lässt, und du musst mindestens 18 Jahre alt sein. In einigen Ländern gilt ein anderes Mindestalter.
Funktioniert Family Link auf dem iPhone meines Kindes?
Nur sehr eingeschränkt. Laut Google wirkt die Elternaufsicht auf iOS und im Browser nur teilweise, App-Verwaltung und Gerätenutzungsdauer sind dort nicht verfügbar.
Kann mein Kind Family Link selbst abschalten?
Änderungen am Gerät brauchen deine Anmeldung oder den Eltern-Zugangscode. Mit Absprachen halten die Einstellungen aber besser als mit Technik allein. Ab dem Mindestalter braucht dein Kind für das Ende der Aufsicht die Einwilligung eines Elternteils, bis es 18 ist.
Sieht Family Link, was mein Kind schreibt?
Die Hilfeseiten von Google beschreiben Bildschirmzeit, Apps, Standort und Inhalte bei Google Play, aber keinen Einblick in Nachrichten. Sprich offen darüber, was du siehst.
Dein nächster Schritt
Prüfe heute, ob das Gerät deines Kindes ein Android-Gerät ist und ob ihr beide ein Google-Konto habt. Richte dann Family Link gemeinsam ein und legt einen Termin fest, an dem ihr die Einstellungen noch einmal anschaut.
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