Microsoft Family Safety einrichten: so geht's für Windows und Xbox

Das erwartet dich
Weihnachten steht vor der Tür, und vielleicht liegt bald ein Windows-Laptop oder eine Xbox unterm Baum. Mit Microsoft Family Safety legst du vorher fest, wie lange dein Kind spielen darf, welche Inhalte offen sind und wann du bei Käufen gefragt wirst.
Dieser Ratgeber gehört zum Überblick zur Kindersicherung fürs Handy. Die Menüwege folgen den offiziellen Hilfeseiten von Microsoft (Stand: Oktober 2026). Sieht dein Gerät anders aus, gilt die aktuelle Anleitung dort.
Was ist Microsoft Family Safety?
Microsoft Family Safety ist die Familienfunktion von Microsoft für Windows, Xbox, den Browser Edge und Handys. Eltern legen eine Familiengruppe an und können darin Limits und Berechtigungen für ihre Kinder festlegen. Laut Microsoft gehören dazu:
- Bildschirmzeitlimits, auch geräteübergreifend
- Sperren von Apps und Websites
- Filter für Websites, Suchvorgänge, Apps und Spiele
- Aktivitätsberichte zur Nutzung
- Guthaben mit Ausgabenlimit für das Konto des Kindes
Wer die Gruppe anlegt, wird Familienorganisator. Organisatoren laden Mitglieder ein, verwalten Limits und Berechtigungen und sehen die Aktivitätsberichte.
Schritt für Schritt: die Familiengruppe einrichten
Die Einrichtung besteht aus zwei Teilen: Zuerst legst du die Familiengruppe an, danach verbindest du die Geräte. Plane dafür einen ruhigen Moment ein, am besten gemeinsam mit deinem Kind.

- Melde dich unter account.microsoft.com/family mit deinem Microsoft-Konto an und lege die Familiengruppe an.
- Lade die kostenlose App „Microsoft Family Safety“ aus dem Google Play Store oder dem Apple App Store auf dein Handy.
- Füge dein Kind als Familienmitglied hinzu, damit es zur Gruppe gehört.
- Verbinde die Geräte deines Kindes mit Family Safety. Erst dann entstehen Aktivitätsberichte.
- Lege Bildschirmzeitlimits fest und sperre bei Bedarf Apps und Websites.
Die Hilfeseite von Microsoft nennt für die Einrichtung keine einzelnen Menünamen in der App. Wenn Bezeichnungen bei dir anders lauten, folge der Anleitung in der App selbst.
Warum ein Elternteil das Konto verwaltet
In Deutschland gilt laut Microsoft-Länderliste ein selbst verwaltetes Microsoft-Konto erst ab 18 Jahren. Bis dahin verwaltet ein Elternteil das Konto. Das ist bei Apple und Google anders: Dort gilt in Deutschland ein Konto bis 16 Jahre als Kinderkonto, wie die Hilfeseite von Apple beschreibt.
Gib bei der Anlage das echte Geburtsdatum deines Kindes an. Viele Schutzvoreinstellungen hängen daran.
Web- und Suchfilter: wie funktioniert der Schutz im Browser?
Der Webfilter von Family Safety blockiert standardmäßig bestimmte Websites, und Suchanfragen werden über Bing gefiltert. Das funktioniert nur in Microsoft Edge, wenn dein Kind dort mit seinem Microsoft-Konto angemeldet ist.
So findest du die Einstellung nach der Anleitung von Microsoft:
In der App: Öffne die Family Safety-App, wähle dein Kind aus und tippe auf „Inhaltsfilter“. Dort kannst du zugelassene oder blockierte Websites eintragen und mit dem Schieberegler „Nur zugelassene Websites verwenden“ eine strenge Liste aktivieren.
Im Web: Melde dich bei deinem Microsoft-Konto an und öffne im linken Menü „Family Safety“. Wähle dein Kind über das Menü mit den drei Punkten und „Zur Übersicht wechseln“, dann die Plattform „Microsoft Edge“. Hier schaltest du „Unangemessene Websites und Suchvorgänge filtern“ ein, trägst URLs unter „Blockierte Websites“ oder „Zugelassene Websites“ ein und kannst „Bildungswebsites immer zulassen“.
Bildschirmzeit, Käufe und Spiele auf Xbox und Windows
Auf Konsolen und Windows-Geräten legst du fest, wie viel Zeit an jedem Wochentag erlaubt ist. Laut Xbox startet der Countdown beim Anmelden. Zeitlimits für einzelne Spiele oder Apps gelten geräteübergreifend, und auf der Konsole kannst du eine Warnung vor Ablauf der Zeit einschalten.
Für Käufe bietet Xbox mehrere Möglichkeiten:
- Erziehungsberechtigten fragen: Du bekommst eine E-Mail, wenn dein Kind etwas kaufen möchte.
- Freischaltcode: Er begrenzt Einkäufe.
- Taschengeld: Du lädst einen festen Betrag auf das Kinderkonto.
- Bestellverlauf: Du siehst online oder auf der Konsole, was gekauft wurde.
Bei Spielen filterst du nach der Altersfreigabe von USK 0 bis USK 18. Spiele ohne Einstufung erscheinen als „Einstufung ausstehend“. Dein Kind kann Zugang anfragen, und du bewilligst oder lehnst ab. Wie USK und andere Kennzeichen zusammenhängen, erklärt der Beitrag über Altersfreigaben bei Apps und Spielen.
Auch der Chat lässt sich regeln. Du kannst festlegen, ob dein Kind Multiplayer-Spiele spielen, Clubs gründen oder beitreten, Freunde hinzufügen und chatten darf, und wer mit ihm kommunizieren kann. Nur ein Elternteil der Familiengruppe kann diese Datenschutzeinstellungen eines Kinderkontos ändern. Die Xbox-Einstellungen findest du auch unter xbox.com/user/settings/privacy-and-safety.
Was Family Safety kann und was nicht
Family Safety deckt viel ab, ersetzt aber kein Gespräch. Das sagt auch klicksafe: Technische Lösungen bieten keinen vollständigen Schutz.
| Funktion | Das leistet sie | Das solltest du wissen |
|---|---|---|
| Bildschirmzeit | Limits je Wochentag, auch je App oder Spiel | Wirkt nur auf verbundenen Geräten |
| Webfilter | Blockiert bestimmte Websites, filtert Suchen über Bing | Nur in Microsoft Edge |
| Spielefilter | Nach USK 0 bis 18 | Nicht eingestufte Spiele erscheinen als „Einstufung ausstehend“ |
| Käufe | Anfrage per E-Mail, Taschengeld, Ausgabenlimit | Greift beim Microsoft-Konto deines Kindes, nicht bei anderen Anbietern |
| Berichte | Zeigen Nutzung auf Geräten und Bing-Suchen | Nur für verbundene Geräte |
Die Berichte zeigen die Bing-Suchergebnisse deines Kindes und die Nutzung von Geräten und Apps. Sprich offen darüber, was du siehst, damit Family Safety nicht als heimliche Kontrolle ankommt.
Typische Stolpersteine bei der Einrichtung
Drei Dinge laufen bei der Einrichtung häufig anders als gedacht. Wenn du sie kennst, sparst du dir Frust.
- Das Gerät ist nicht verbunden. Ohne Verbindung entstehen laut Microsoft keine Aktivitätsberichte. Prüfe nach der Einrichtung in der App, ob das Gerät deines Kindes auftaucht.
- Das Kind nutzt einen anderen Browser. Der Webfilter greift nur in Edge. Sprecht ab, welcher Browser auf dem Gerät genutzt wird.
- Das Kind ist nicht mit seinem Konto angemeldet. Familienlimits gelten für das Konto. Wer ohne Anmeldung am Gerät sitzt, umgeht die Einstellungen, die an das Konto gebunden sind.
Hilfreich ist ein kurzes Gespräch vor der Einrichtung. Du könntest sagen: „Ich möchte mit dir zusammen einstellen, wie lange und was du spielen darfst. Was ist dir dabei wichtig?“ So erlebt dein Kind die Regeln als Absprache und nicht als Misstrauen.
Wie viel Kontrolle passt zu welchem Alter?
Welche Einstellung passt, hängt vom Alter und vom Kind ab. Die folgende Staffelung ist ein Praxisvorschlag, keine feste Regel und keine Empfehlung von Microsoft.

Wenn dein Kind noch kein eigenes Gerät hat, hilft auch der Beitrag zum ersten Handy fürs Kind. Und wie viele Minuten am Tag sinnvoll sind, steht im Beitrag über Bildschirmzeit bei Kindern.
Häufige Fragen
Ist Microsoft Family Safety kostenlos?
Die Familiengruppe ist laut Xbox kostenlos. Du kannst sie per App oder unter account.microsoft.com/family anlegen. Ob einzelne Zusatzfunktionen etwas kosten, steht auf den Hilfeseiten von Microsoft.
Funktioniert der Webfilter auch in Chrome oder Firefox?
Nein. Laut Microsoft wird derzeit nur Microsoft Edge unterstützt. Ist die Filterung aktiv, werden andere Browser blockiert.
Kann mein Kind Family Safety selbst ausschalten?
Nur ein Elternteil der Familiengruppe kann die Einstellungen eines Kinderkontos ändern. Absprachen halten trotzdem besser als Technik allein, denn manche Sperren lassen sich am Gerät aufheben, etwa die Blockierung eines Browsers.
Reicht Family Safety für alle Geräte meiner Familie?
Nein. Gerät, Konto und App sind getrennte Ebenen. Für iPhone, Android, Router und Apps wie WhatsApp gelten eigene Einstellungen, die der Überblick zur Kindersicherung bündelt. Das BSI empfiehlt dazu auch gemeinsame Begleitung.
Dein nächster Schritt
Lege heute die Familiengruppe an und verbinde ein Gerät, das dein Kind am meisten nutzt. Setzt euch danach zusammen und entscheidet, was ihr nach ein paar Wochen noch einmal anschauen wollt.
Wie aus Einstellungen eine Familienregel wird, die hält, zeigt Kapitel 7 im Elternkurs Digital aufwachsen mit dem Arbeitsblatt „Unser Sicherheitsdurchgang“.
Mathe meistern: Alle wichtigen Themen für die 5. - 10. Klasse
Alle wichtigen Mathe-Themen der Klassen 5 bis 10, verständlich erklärt. Zum Nachschlagen neben den Hausaufgaben.
- Von Nachhilfelehrern geschrieben
- Alle wichtigen Themen der Klassen 5 bis 10





