Family Link bis zu welchem Alter? Was mit 13, 16 und 18 gilt

Das erwartet dich
Family Link hat kein Höchstalter, das die Aufsicht von allein beendet. In Deutschland kann dein Kind ab 16 ein eigenes Google-Konto führen, bis 18 endet die Elternaufsicht aber nur mit deiner Einwilligung.
Wie die Kindersicherung am Handy insgesamt aufgebaut ist, erklärt der Überblick zur Kindersicherung am Handy. Hier geht es um die Frage, wie lange Family Link sinnvoll ist und was bei 13, 16 und 18 passiert.
Was Google zum Alter sagt
Google nennt in den häufigen Fragen zu Family Link (Stand: Oktober 2026) drei Punkte. Es gibt kein Mindestalter für ein Konto mit Elternaufsicht. Erreicht dein Kind das im Land geltende Mindestalter, kann es sein Konto zu einem Teenagerkonto mit Elternaufsicht umwandeln lassen. Danach kann dein Kind das Konto nur mit deiner Einwilligung ohne Aufsicht führen, solange es noch nicht 18 ist.
Das „Mindestalter“ ist je nach Land verschieden. Laut Google-Hilfe zum Mindestalter beträgt es für Deutschland mindestens 16 Jahre, für alle nicht aufgeführten Länder 13. In den Google-Fragen steht deshalb oft die 13. In Deutschland gilt für dich die 16.
Die Altersleiter im Überblick
| Alter | Was gilt in Deutschland |
|---|---|
| unter 16 | Konto mit Elternaufsicht über Family Link, kein eigenes Konto ohne Aufsicht |
| ab 16 | eigenes, selbst verwaltetes Konto möglich, Teenagerkonto mit Elternaufsicht |
| bis 18 | Beenden der Aufsicht nur mit Einwilligung eines Elternteils |
| jederzeit | Eltern können die Aufsicht selbst beenden |
Die Tabelle fasst die Angaben der Google-Hilfe zusammen. Sie gibt keine Empfehlung, wann du die Aufsicht beenden solltest. Das hängt von deinem Kind ab.
Was mit 13 passiert
Mit 13 passiert bei Family Link in Deutschland nichts Besonderes. Die Google-FAQ spricht beim Geburtstag zwar von 13 Jahren, nennt aber ausdrücklich, dass in einigen Ländern ein anderes Mindestalter gilt. Für Deutschland ist das die 16.
Als Praxisidee bietet sich 13 trotzdem an, Regeln neu zu besprechen. Frag dein Kind, was es unfair findet, und überlege, was davon berechtigt ist.
Die Altersgrenzen einzelner Apps sind eine andere Frage. Wie USK, PEGI und Nutzungsbedingungen zusammenpassen, erklärt der Überblick zu Altersfreigaben bei Apps und Spielen.
Was mit 16 passiert
Mit 16 kann dein Kind in Deutschland ein eigenes Google-Konto verwalten. Die Aufsicht endet damit aber nicht automatisch. Laut Google-Hilfe kann dein Kind sein Konto zu einem Teenagerkonto mit Elternaufsicht umwandeln, und das ändert nichts an deiner Aufsicht. Du verwaltest weiter die Jugendschutzeinstellungen der gemeinsam verwalteten Geräte.
Wer die Aufsicht beenden will, braucht bis 18 deine Einwilligung. Das heißt auch: Du solltest regelmäßig prüfen, ob die Aufsicht noch zu deinem Kind passt.
Wie das Konto angelegt wird, wenn dein Kind noch jünger ist, zeigt der Beitrag zum Google Kinderkonto mit Family Link. Ein Detail zur Ehrlichkeit: Das angegebene Alter sollte das echte sein, denn viele Schutzvoreinstellungen hängen am Geburtsdatum.
So lockerst du die Aufsicht Schritt für Schritt
Die Aufsicht muss kein Schalter sein, den du umlegst. Du kannst einzelne Regeln lockern, während Family Link läuft. Als Praxisvorschlag gilt: Schaut Einstellungen gemeinsam an, wenn ein neues Gerät oder eine neue App dazukommt, nach großen Updates und etwa einmal im Jahr zum Geburtstag.
Ein möglicher Ablauf, den du an dein Kind anpassen kannst:
- Sprecht über die Regeln, die gerade gelten, und fragt, welche noch passen.
- Lockert eine Regel, zum Beispiel die Ruhezeit oder die App-Freigabe.
- Schaut nach ein paar Wochen gemeinsam, was gut läuft.
- Lockert die nächste Regel oder lasst die Aufsicht auslaufen.
Wichtig ist, dass dein Kind weiß, warum sich etwas ändert. Die meisten Familienfunktionen zeigen dir, mit wem dein Kind Kontakt hat, aber nicht, was es schreibt. Das schützt die Privatsphäre deines Kindes, wie es auch die Hinweise zu Familienfunktionen bei Instagram beschreiben.

Wenn dein Kind die Aufsicht beenden will
Ein Kind unter 18 braucht für das Ende der Aufsicht deine Einwilligung. Das ist kein Machtmittel, sondern eine Gelegenheit zum Gespräch. Frag nach den Gründen: Geht es um Privatsphäre, um Freunde, die weniger Regeln haben, oder um ein Limit, das nicht passt?
Welche Möglichkeiten es neben Family Link gibt, zeigt der Beitrag zur Alternative zu Family Link. Und denk daran: Family Link blockiert laut Google keine unangemessenen Inhalte, die Filter sind nicht perfekt. Technik ersetzt kein Gespräch.
Wie ihr daraus eine Familienregel macht, zeigt Kapitel 6 im Elternkurs Digital aufwachsen. Dort geht es um Grenzen und Selbstständigkeit, mit dem Arbeitsblatt „Unsere Leiter zur Selbstständigkeit“.
Nach Alter
Diese Vorschläge sind Praxisideen, keine Vorgaben von Google.

Häufige Fragen
Bis zu welchem Alter gilt Family Link?
Family Link hat kein festes Höchstalter. Die Aufsicht endet, wenn ihr sie beendet. Unter 18 braucht dein Kind dafür deine Einwilligung.
Kann mein Kind mit 16 Family Link selbst beenden?
Nein, nicht ohne dich. Mit 16 kann dein Kind in Deutschland ein eigenes Konto verwalten, aber bis 18 braucht es für das Ende der Aufsicht die Einwilligung eines Elternteils.
Kann ich Family Link jederzeit beenden?
Ja. Laut Google können Eltern die Elternaufsicht für ihr Kind jederzeit beenden.
Gibt es ein Mindestalter für Family Link?
Nein. Laut Google entscheidest du, wann dein Kind bereit für sein erstes Android- oder ChromeOS-Gerät ist.
Gilt das auch für das iPhone?
Auf dem iPhone und im Browser wirkt die Aufsicht von Family Link laut Google nur teilweise. Dort richtest du Regeln besser mit den Funktionen des Geräts ein.
Was du jetzt tun kannst
Schau dir an, welche Regeln heute für dein Kind gelten, und wähle eine, die du beim nächsten Geburtstag gemeinsam überprüfst.
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