Elemente Chemie verstehen: der Mathe-Schlüssel zum Chemie-Buch deines Kindes (Eltern-Guide 2026)

14 Min. Lesezeit
Nachhilfelehrer und Jugendlicher arbeiten gemeinsam an einem Chemie-Schulbuch und einem Mathe-Heft

Schlechte Chemie-Noten gelten schnell als Beweis, dass ein Kind eben kein Naturwissenschaftler ist. Diese Erklärung ist bequem, und sie ist in den meisten Fällen falsch. Sehr oft liegt das Problem gar nicht in der Chemie, sondern eine Etage tiefer, in der Mathematik, auf der die Chemie still und heimlich aufbaut.

Wenn du nach „Elemente Chemie“ suchst, hat dein Kind dieses Buch vermutlich vor sich liegen und kommt damit nicht richtig zurecht. Dieser Guide erklärt dir drei Dinge: was dieses Buch überhaupt ist, warum so viele Kinder daran scheitern, obwohl es fachlich solide ist, und wie du den eigentlichen Stolperstein findest, statt weiter im Falschen zu üben.

Geschrieben ist er aus Eltern-Sicht und mit der Praxis-Erfahrung von Heiko Schneider, einem unserer Nachhilfelehrer. Eines vorweg, ehrlich und wichtig: Wir sind Mathe-Nachhilfe, kein Chemie-Verlag. Wir erklären dir nicht die Chemie selbst, sondern die Mathematik, die unter fast jedem Chemie-Kapitel steckt. Genau an dieser Stelle geben viele Kinder unnötig auf.

Was Elemente Chemie wirklich ist und warum so viele Kinder dieses Buch haben

„Elemente Chemie“ ist eine Schulbuch-Reihe des Klett-Verlags für den Chemieunterricht. Sie gehört zu den verbreitetsten Chemie-Lehrwerken an deutschen Schulen, vom Beginn des Fachs in der Mittelstufe bis zum Abitur. Wenn dein Kind in der Schule Chemie hat, ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass genau dieses Buch oder ein direkter Konkurrent auf dem Tisch liegt.

Das Buch ist fachlich gut gemacht. Es ist sauber strukturiert, korrekt und deckt die Lehrpläne der Bundesländer ab. Das ist kein Schwindel und auch kein schlechtes Produkt. Der Haken liegt woanders, und den schauen wir uns gleich genauer an.

Wichtig für dich als Elternteil: Ein Schulbuch ist nicht dasselbe wie ein Lernbuch. Ein Schulbuch begleitet den Unterricht und setzt voraus, dass eine Lehrkraft den Stoff mündlich einführt. Ein Lernbuch erklärt so, dass man es allein versteht. „Elemente Chemie“ ist klar das Erste. Wenn dein Kind also den Eindruck hat, das Buch erkläre nichts richtig, dann hat es damit nicht ganz unrecht. Das Buch ist gar nicht dafür gebaut, allein zu erklären.

Welche Ausgaben es gibt und welche dein Kind vor sich liegen hat

Es gibt „Elemente Chemie“ nicht als ein einziges Buch, sondern als ganze Familie von Bänden. Das verwirrt Eltern beim Suchen oft, deshalb hier die Ordnung dahinter.

Für die Mittelstufe gibt es die Ausgabe „Elemente Chemie 7-10“. Sie deckt grob die Klassen 7 bis 10 ab, je nachdem, wann dein Bundesland mit dem Fach Chemie startet. Für die Oberstufe ist das Werk geteilt: „Elemente Chemie Einführungsphase“ für die Einführungsphase, also meist Klasse 11, und „Elemente Chemie Qualifikationsphase“ für die Qualifikationsphase, also die Klassen 12 und 13 auf dem Weg zum Abitur.

Zusätzlich erscheint jeder dieser Bände in bundeslandspezifischen Ausgaben, etwa für Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen, Baden-Württemberg oder Hessen. Inhaltlich sind sie ähnlich, aber an die jeweiligen Lehrpläne angepasst. Für dich heißt das praktisch: Wenn du Material oder Lösungen suchst, brauchst du nicht nur den Titel, sondern auch das Bundesland und das Erscheinungsjahr deiner Ausgabe. Beides steht vorne im Buch und auf der ISBN.

Der Sprung von der Mittelstufe in die Oberstufe ist dabei der kritische. In Klasse 11 zieht das Tempo an, und der Anteil an Rechnen und Formeln steigt deutlich. Genau dort fängt es bei vielen Kindern an zu wackeln.

Praktischer Tipp für die Suche: Notiere dir aus dem Buch deines Kindes drei Angaben, bevor du nach Material suchst. Den genauen Titel mit Phase, also Mittelstufe, Einführungsphase oder Qualifikationsphase. Das Bundesland, für das die Ausgabe gemacht ist. Und das Erscheinungsjahr. Mit diesen drei Angaben findest du passende Lösungen und Begleitmaterial, ohne in die falsche Auflage zu greifen. Ohne sie suchst du leicht stundenlang an der eigenen Ausgabe vorbei, weil sich Kapitelnummern und Seitenzahlen zwischen den Jahrgängen verschieben.

Die ehrliche Schwäche des Buches für Lernende: gut geschrieben, aber kein Erklärbuch

Jetzt zum Kern. „Elemente Chemie“ ist nicht zu schwer, weil es schlecht ist, sondern weil es dicht ist. Es packt viel Information auf wenig Raum und verlässt sich darauf, dass der Unterricht die Lücken füllt. Fehlt dieser mündliche Teil, etwa weil dein Kind im Unterricht abgehängt war oder eine Stunde gefehlt hat, steht es vor einem Text, der voraussetzt, was es eigentlich erst lernen soll.

Dazu kommt eine zweite, unsichtbare Hürde. Das Buch erklärt die Chemie, aber es erklärt nicht die Mathematik, die es dabei benutzt. Es schreibt eine Formel hin und rechnet ein Beispiel vor, aber es hält nicht an, um zu zeigen, warum man hier logarithmiert oder wie man eine Gleichung umstellt. Das Buch geht davon aus, dass dieses Werkzeug längst sitzt.

Wenn es aber nicht sitzt, passiert Folgendes: Dein Kind liest die Chemie, versteht sie vielleicht sogar inhaltlich, und scheitert trotzdem an der Aufgabe, weil es an der Rechnung hängen bleibt. Von außen sieht das aus wie ein Chemie-Problem. In Wahrheit ist es ein Mathe-Problem im Chemie-Gewand. Aus der Nachhilfe-Praxis ist das eines der häufigsten Muster, das Eltern zunächst völlig falsch deuten.

Der unsichtbare Mathe-Anker hinter jedem Chemie-Kapitel

Chemie in der Schule ist zu einem großen Teil Rechnen. Das ist kein Zufall und kein Fehler im Lehrplan. Die Kultusministerkonferenz hat 2024 neue, bundesweit gültige Bildungsstandards für die Naturwissenschaften beschlossen, die die rund zwanzig Jahre alten Vorgaben von 2004 ablösen. In diesen Standards für das Fach Chemie ist das „quantifizierend-mathematische“ Formalisieren ausdrücklich als Teil der Fachkompetenz festgeschrieben, nachzulesen im Beschluss der Kultusministerkonferenz zu den Chemie-Standards. Mathe ist im Fach Chemie also kein Nebenschauplatz, sondern offiziell eingebaut.

Das deckt sich mit dem, was Eltern im Alltag erleben. Dein Kind kann erzählen, was eine Säure ist, scheitert aber an der Aufgabe, einen pH-Wert auszurechnen. Es versteht, dass sich ein chemisches Gleichgewicht einstellt, kommt aber bei der dazugehörigen Gleichung nicht weiter. Die Chemie sitzt im Kopf, die Mathematik nicht in der Hand.

Der Druck dahinter ist real. Nachhilfe ist in Deutschland längst Normalität, am stärksten am Gymnasium, wo laut der Untersuchung der Bertelsmann Stiftung zum Nachhilfeunterricht rund 18,7 Prozent der Schülerinnen und Schüler zusätzlich Unterstützung bekommen. Naturwissenschaften wie Chemie und Physik gehören dabei zu den Fächern, die nach Mathe, Fremdsprachen und Deutsch am häufigsten dazukommen. Viele dieser Stunden zielen auf die Chemie, obwohl die eigentliche Lücke eine Etage tiefer in der Mathematik sitzt.

Deshalb lohnt sich vor jeder teuren Chemie-Nachhilfe eine simple Gegenfrage: Versteht mein Kind die Chemie wirklich nicht, oder rechnet es nur die Mathematik darunter falsch? Das ist der Punkt, an dem wir als Mathe-Nachhilfe ansetzen, ganz ohne chemische Autorität zu beanspruchen.

Die C&C-Tabelle: welches Chemie-Thema auf welcher Mathe-Operation steht

Damit das greifbar wird, haben wir die typischen Chemie-Themen aus dem Schulbuch ihrer mathematischen Grundlage zugeordnet. Keine dieser Quellen liefert diese Brücke fertig, deshalb haben wir sie aus der Nachhilfe-Praxis zusammengestellt.

Tabelle die Chemie-Themen aus dem Schulbuch ihrer mathematischen Grundlage zuordnet

Chemie-Thema im Buch Die Mathe-Operation darunter Was sitzen muss
pH-Wert von Säuren und Basen Logarithmus und negative Zehnerpotenzen Was bedeutet log, was sind 10 hoch minus 3
Stöchiometrie, Mol, molare Masse Dreisatz und proportionales Rechnen Die Beziehung n gleich m geteilt durch M sicher umstellen
Konzentrationen und Verdünnungen Brüche, Prozente, Verhältnisse Mit Brüchen und Anteilen rechnen können
Chemisches Gleichgewicht Gleichungen umstellen, oft quadratisch Eine Gleichung nach einer Größe auflösen
Reaktionsgleichungen ausgleichen Verhältnisse und einfache Gleichungssysteme Zahlen so wählen, dass beide Seiten stimmen
Energiediagramme der Reaktion Koordinatensystem und Vorzeichen Werte ablesen, plus und minus richtig deuten

Der rote Faden ist immer derselbe. Sitzt die Mathe-Operation in der rechten Spalte, fällt das Chemie-Thema links deutlich leichter. Sitzt sie nicht, hilft auch das beste Chemie-Erklärvideo wenig, weil die Hürde an einer ganz anderen Stelle steht.

Ein Beispiel, das fast jedes Kind trifft, ist der pH-Wert. Er ist definiert als der negative dekadische Logarithmus der Konzentration der Oxonium-Ionen, kurz pH gleich minus log der Konzentration. Der Logarithmus einer Zehnerpotenz ist dabei einfach ihr Exponent, log von 10 hoch minus 3 ergibt also minus 3. Wer das in Mathe nie wirklich verstanden hat, für den ist die pH-Formel ein Buch mit sieben Siegeln, wie sich gut an der Erklärung der pH-Wert-Berechnung bei LEIFIchemie nachvollziehen lässt. Das Problem ist dann nicht die Säure. Es ist der Logarithmus.

Das zweite große Feld ist die Stöchiometrie, also das chemische Rechnen mit Stoffmengen. Im Zentrum steht eine einzige kleine Formel: die Stoffmenge n ist gleich die Masse m geteilt durch die molare Masse M. Wer mit dieser Beziehung umgehen kann, also sie sicher nach jeder der drei Größen umstellt, rechnet halbe Chemie-Aufgaben fast nebenbei. Mathematisch ist das nichts anderes als proportionales Rechnen, im Kern ein Dreisatz, wie ihn auch das Leitprogramm zur Stöchiometrie der ETH Zürich für den Schulgebrauch aufbaut. Hängt dein Kind hier, hängt es nicht an der Chemie, sondern am Umstellen einer Gleichung mit drei Größen.

Das dritte Feld ist das chemische Gleichgewicht mit dem Massenwirkungsgesetz. Es beschreibt rechnerisch, wie sich Edukte und Produkte am Ende verteilen. Setzt man die Werte ein, muss man Klammern ausmultiplizieren, und oft entsteht dabei eine quadratische Gleichung, die nach der bekannten Lösungsformel aufgelöst werden muss. Genau diese Mathe-Schritte lässt das Schulbuch meist weg, weil es sie als bekannt voraussetzt. Für ein Kind, dem quadratische Gleichungen schon in Mathe Mühe machen, wird das Gleichgewicht damit zur doppelten Hürde, einmal chemisch und einmal mathematisch.

So nutzt dein Kind das Elemente-Chemie-Buch richtig: fünf Lese-Techniken

Ein Schulbuch, das kein Erklärbuch ist, liest man anders als einen Roman. Diese fünf Techniken helfen deinem Kind, mehr aus dem Buch zu holen, ohne dass du selbst Chemie können musst.

Erstens, rückwärts lesen. Statt den Kapiteltext von oben nach unten durchzukämpfen, beginnt dein Kind mit den Aufgaben am Ende und sucht dann gezielt im Text die Stelle, die zur Aufgabe gehört. So liest es mit einer konkreten Frage im Kopf statt passiv.

Zweitens, Formeln vom Text trennen. Jede Formel im Buch bekommt eine eigene Karteikarte: Formel auf die eine Seite, in eigenen Worten erklärt auf die andere. Das zwingt zum Verstehen statt zum Auswendiglernen.

Drittens, die Mathe-Frage zuerst stellen. Bei jeder Rechenaufgabe klärt dein Kind erst, welche Mathe-Operation gebraucht wird, bevor es an die Chemie geht. Heißt die Antwort Logarithmus oder Dreisatz, weiß es sofort, wo es nachschlagen muss.

Viertens, die Abbildungen ernst nehmen. In einem dichten Buch tragen Grafiken und Tabellen oft mehr Information als der Fließtext. Dein Kind sollte zu jeder Abbildung einen Satz aufschreiben, was sie zeigt.

Fünftens, Lücken markieren statt überlesen. Jede Stelle, die unklar bleibt, wird sichtbar markiert. Diese Markierungen sind später die genaue Liste der Fragen für die Lehrkraft oder die Nachhilfe. Wie man solche Lücken systematisch schließt, zeigen wir ausführlich in unserem großen Leitfaden zum Mathe-Verstehen über die ganze Mittelstufe.

Wo dein Kind die offiziellen Lösungen findet und was du dazu wissen musst

Eine der häufigsten Suchen rund um das Buch betrifft die Lösungen. Hier lohnt sich ein klarer Blick, denn nicht jede Quelle im Netz ist seriös.

Offiziell gibt es Lösungen über den Klett-Verlag selbst. Zu vielen Ausgaben erscheint ein Lösungsband, und zu einzelnen Kapiteln stellt der Verlag teils kostenlose Lösungs-PDFs auf seiner eigenen Seite bereit. Das ist die verlässliche Quelle, weil sie zur exakten Ausgabe deines Kindes passt.

Daneben kursieren zahlreiche inoffizielle Lösungsportale. Davon raten wir ab, aus zwei Gründen. Erstens stimmen die Lösungen dort oft nicht genau zu der Ausgabe und dem Jahrgang, den dein Kind hat. Zweitens, und das ist wichtiger, lösen fertige Ergebnisse das eigentliche Problem nicht. Eine Lösung zeigt, was herauskommt, aber nicht, warum. Wenn die Mathe-Operation darunter fehlt, bringt die richtige Zahl deinem Kind im nächsten Test nichts.

Unsere Empfehlung: Lösungen nur zum Selbst-Kontrollieren nutzen, nie zum Abschreiben. Dein Kind rechnet zuerst selbst, vergleicht dann und markiert genau die Schritte, an denen es vom richtigen Weg abgekommen ist. Diese Abweichung ist der eigentliche Lernort.

Periodensystem, Versuchsprotokolle, Gefahrensymbole: die drei Basics

Drei Grundlagen tauchen in jedem Chemie-Buch früh auf, und ohne sie wird der Rest schwer. Sie sind kein Hexenwerk, aber sie müssen sitzen.

Das Periodensystem ist die Landkarte der Chemie. Es ordnet alle Elemente nach festen Regeln, und wer diese Ordnung versteht, kann viele Eigenschaften ablesen, statt sie auswendig zu lernen. Es lohnt sich, hier früh sicher zu werden, weil fast alles andere darauf aufbaut.

Versuchsprotokolle sind die feste Form, in der Experimente aufgeschrieben werden: Fragestellung, Aufbau, Beobachtung, Auswertung. Diese Struktur erwartet die Schule, und sie ist erlernbar wie eine Vorlage. Inhaltlich und in Sicherheitsfragen ist dafür die Lehrkraft der Schule zuständig, nicht wir.

Gefahrensymbole begegnen deinem Kind auf jeder Chemikalie im Labor. Das heute gültige System heißt GHS und nutzt neun genormte Gefahrenpiktogramme, rautenförmig mit rotem Rand, wie die Universität Konstanz die GHS-Piktogramme erklärt. Sie zu kennen ist Pflicht, bevor es im Unterricht praktisch wird. Auch das ist Sache der Schule. Wir sagen es deutlich, weil hier echte Sicherheit auf dem Spiel steht und keine Mathe-Nachhilfe der Welt eine Sicherheitsunterweisung ersetzt.

Wenn dein Kind in Chemie scheitert: Diagnose-Fragen für Eltern

Bevor du Geld oder Energie in eine Lösung steckst, lohnt sich eine kurze Diagnose. Diese Fragen helfen dir, das echte Problem einzukreisen, ohne dass du selbst Chemie können musst.

Frage eins: Versteht dein Kind, worum es im Thema geht, wenn es ohne Zahlen erklären soll? Kann es in eigenen Worten sagen, was eine Säure ist oder was ein Gleichgewicht bedeutet, liegt das Verständnis vor. Dann ist es selten ein reines Chemie-Problem.

Frage zwei: An welcher Stelle genau bricht die Aufgabe ab? Lass dir den Rechenweg zeigen. Stockt es genau dort, wo gerechnet wird, beim Umstellen, beim Logarithmus, beim Dreisatz, dann hast du die Mathe-Spur.

Frage drei: Tritt dasselbe Stocken auch in Mathe und Physik auf? Wiederholt sich das Muster über Fächer hinweg, ist die Wurzel fast sicher eine Mathe-Lücke und kein Chemie-Thema.

Frage vier: Ist es Wissen oder Technik? Fehlt das Wissen, hilft Erklären. Fehlt die Technik, also das saubere Rechnen, hilft Üben mit Korrektur. Beides braucht einen anderen Weg.

Wenn die Antworten in Richtung Mathematik zeigen, ist das eine gute Nachricht. Eine Mathe-Lücke lässt sich gezielt schließen, und sie zahlt sich gleich in mehreren Fächern aus. Wie eine wirksame Mathe-Begleitung aussieht und woran du gute von schlechter unterscheidest, ordnen wir in unserem ehrlichen Überblick zur Nachhilfe für Mathe ein.

Wie du als Elternteil ohne Chemie-Kenntnisse trotzdem unterstützen kannst

Die gute Nachricht zuerst: Du musst keine Chemie können, um deinem Kind zu helfen. Deine Rolle ist eine andere und mindestens genauso wichtig.

Du kannst die richtige Frage stellen. Statt „Hast du Chemie gelernt?“ hilft „Zeig mir die Stelle, an der du nicht weiterkommst“. So trennst du Verständnis von Rechnung, ohne selbst im Stoff zu sein.

Du kannst Struktur geben. Ein fester, ruhiger Lernort und eine klare Zeit wirken mehr, als die meisten Eltern glauben. Dein Kind braucht keine zweite Lehrkraft am Tisch, sondern Verlässlichkeit.

Du kannst die Mathe-Basis ins Auge fassen. Wenn die Diagnose oben in Richtung Rechnen zeigt, ist das der Hebel mit der größten Wirkung. Genau dafür gibt es unser Lernbuch Mathe meistern für die 5. bis 10. Klasse, das die Operationen aus der Tabelle oben Schritt für Schritt aufbaut, vom Bruch bis zur Potenz.

Und du kannst entlasten. Sag deinem Kind ehrlich, dass schlechte Chemie-Noten nichts über seine Intelligenz aussagen und sehr oft nur eine Mathe-Lücke spiegeln. Dieser Satz nimmt Druck, und Druck ist beim Lernen selten ein guter Begleiter.

Ein Wort noch zum Tempo. Eine Mathe-Lücke schließt sich nicht über Nacht, und das muss sie auch nicht. Sinnvoll ist, eine einzige Operation aus der Tabelle oben herauszugreifen, etwa den Dreisatz oder den Logarithmus, und sie so lange zu üben, bis sie wirklich sitzt. Danach kommt die nächste. Dieses ruhige, der Reihe nach Vorgehen wirkt verlässlicher als der Versuch, alles auf einmal aufzuholen. In der Nachhilfe-Praxis zeigt sich immer wieder, dass schon eine einzige sicher beherrschte Grundoperation eine ganze Reihe von Chemie-Aufgaben plötzlich lösbar macht, weil dieselbe Operation in vielen Kapiteln wiederkehrt.

Mathe-Lernbuch fuer die Klassen 5 bis 10 neben einem Chemie-Schulbuch

Wenn du wissen willst, welche Form der Begleitung bei uns überhaupt zu deinem Kind passt, findest du das in unserem Überblick zu den Nachhilfeangeboten für Familien.

Was wir NICHT sind

Damit hier kein Missverständnis entsteht, sagen wir es klar. Wir sind Mathe-Nachhilfe und Anbieter von Lernmaterial, kein Chemie-Verlag und keine Chemie-Fachredaktion. Heiko Schneider ist Nachhilfelehrer, kein Chemiker und kein Sicherheitsbeauftragter.

Wir bewerten die fachliche Chemie in „Elemente Chemie“ nicht und ersetzen weder den Chemieunterricht noch das Schulbuch. Für alles, was mit Experimenten, Gefahrstoffen und Sicherheit im Labor zu tun hat, ist allein die Schule und ihre Fachlehrkraft zuständig. Bitte hol dir dort die verbindlichen Informationen.

Was wir können, ist die Mathematik unter der Chemie sichtbar und lernbar zu machen. Mehr versprechen wir nicht, und weniger auch nicht.

Häufige Eltern-Fragen

Ist „Elemente Chemie“ ein schlechtes Buch, wenn mein Kind es nicht versteht?

Nein. Das Buch ist fachlich solide, aber als Schulbuch konzipiert, nicht als Selbstlern-Erklärbuch. Es setzt den Unterricht voraus. Wenn dein Kind es allein nicht versteht, ist das kein Zeichen für ein schlechtes Buch und auch nicht für mangelnde Begabung.

Welche Ausgabe braucht mein Kind?

Das hängt von Klassenstufe und Bundesland ab. Für die Mittelstufe ist es die Ausgabe 7-10, für die Oberstufe die Bände Einführungsphase und Qualifikationsphase. Die genaue Ausgabe samt Jahr und Bundesland steht vorne im Buch und auf der ISBN.

Wo bekomme ich verlässliche Lösungen?

Über den Klett-Verlag selbst, als Lösungsband oder als kostenlose Kapitel-PDFs auf der Verlagsseite. Inoffizielle Lösungsportale passen oft nicht zur Ausgabe und helfen beim eigentlichen Verstehen wenig. Nutze Lösungen nur zur Selbstkontrolle.

Mein Kind versteht die Chemie, rechnet aber falsch. Was tun?

Das ist das häufigste Muster und ein gutes Zeichen, denn das eigentliche Verständnis ist da. Dann liegt die Lücke in der Mathematik darunter, etwa beim Logarithmus, beim Umstellen von Gleichungen oder beim Dreisatz. Diese Lücke lässt sich gezielt schließen.

Lohnt sich Chemie-Nachhilfe?

Nur, wenn das Problem wirklich in der Chemie liegt. Zeigt die Diagnose auf das Rechnen, ist Mathe-Nachhilfe der wirksamere und oft günstigere Hebel, weil sie gleich in mehreren Fächern wirkt.

Was du jetzt tun kannst

Mach den kurzen Test aus diesem Guide. Lass dir die Stelle zeigen, an der die Aufgabe abbricht, und prüfe, ob es die Chemie ist oder die Rechnung darunter. In den meisten Fällen wirst du auf die Mathematik stoßen.

Wenn das so ist, fang genau dort an. Schließ die Mathe-Lücke, die unter den Chemie-Themen liegt, und du wirst sehen, dass sich mehr als nur die Chemie-Note bewegt. Unser Lernbuch Mathe meistern für die 5. bis 10. Klasse baut genau diese Grundlagen Schritt für Schritt auf.

Und behalte den größeren Rahmen im Blick. Mathematik ist das mit Abstand häufigste Nachhilfefach, 61 Prozent aller Nachhilfeschüler lernen es zusätzlich, wie die Bertelsmann Stiftung in ihrer Untersuchung zum Nachhilfeunterricht zusammenträgt. Dein Kind steht mit dieser Hürde also alles andere als allein, und der Weg darüber ist gut bekannt.

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