Netflix Kindersicherung einrichten: Profil, Altersstufe und PIN

Das erwartet dich
Reicht es, bei Netflix ein Kinderprofil anzulegen? Für kleinere Kinder meist ja, solange niemand in ein anderes Profil wechselt. Erst Altersstufe und PIN machen die Einstellungen für größere Kinder stabil.
Wie du Geräte, Konten und Apps insgesamt absicherst, erklärt der Überblick zur Kindersicherung am Handy. Hier geht es um die Einstellungen bei Netflix (Stand: Oktober 2026).
Kinderprofil oder Profil mit Altersstufe?
Ein Kinderprofil zeigt die Netflix Kids-Umgebung. Nach der Hilfeseite von Netflix erkennst du es an einem Logo im Profilsymbol und an einer vereinfachten Oberfläche. Es hat keinen direkten Zugriff auf Kontoeinstellungen und erlaubt nur Titel und Games, die ausdrücklich für Kinder gedacht sind.
Ein normales Profil mit Altersfreigabe verhält sich anders. Laut Netflix sehen Nutzer dort nur Serien, Filme und Spiele, die der gewählten Stufe entsprechen oder darunter liegen. Dazu kannst du einzelne Titel blockieren.

Kinderprofil anlegen
Profile lassen sich laut Netflix auf Geräten hinzufügen, die nach 2013 hergestellt wurden. So gehst du vor:
- Auf dem Fernseher oder Streaming-Gerät öffnest du den Profilauswahl-Bildschirm und wählst „Profil hinzufügen“.
- Auf Smartphone oder Tablet tippst du in der Netflix-App unten rechts auf „Mein Netflix“, dann auf dein Profil und auf „Profile verwalten“.
- Im Webbrowser rufst du die Seite „Profile verwalten“ auf und wählst „Profil hinzufügen“.
- Gib einen Namen ein und wähle je nach Gerät „Für Kinder“, „Kinderprofil“ oder „Kind?“.
- Bestätige mit „Weiter“.
Das neue Profil erscheint dann in der Profilliste. Geht es auf deinem Gerät nicht, nutzt du laut Netflix einen Computer und netflix.com.

Die Kids-Umgebung bietet laut Netflix keine Möglichkeit, eine E-Mail-Adresse hinzuzufügen. Dein Kind kann sich deshalb nicht direkt bei Netflix einloggen.
Altersfreigabe festlegen
Für ein normales Profil legst du die Stufe so fest:
- Smartphone oder Tablet: In der App auf „Mein Netflix“, dann auf den Profilnamen, „Profile verwalten“, das Profil wählen, „Altersfreigabe-Einschränkung“ und „Altersfreigabe“. Danach gibst du das Netflix-Passwort ein.
- Webbrowser: Auf der Konto-Seite „Profile“ wählen, dann „Kindersicherung anpassen“ und das Profil. Bestätige deine Identität per Code oder Passwort, wähle die Stufe und speichere.
Die Spieleinstufung folgt laut Netflix der Stufe für Serien und Filme. Welche Stufen es gibt, hängt vom Land ab, und die Seiten von Netflix zeigen ihre Inhalte teils länderabhängig an. Bei Streamingdiensten sind es oft FSK-Freigaben (0, 6, 12, 16, 18), wer bewertet hat, ist laut FSK aber nicht immer ersichtlich. Prüfe deshalb in der App, welche Stufen dein Konto anzeigt.
Einzelne Titel blockieren
Auch bei passender Stufe gibt es Titel, die du nicht möchtest. Im Webbrowser gehst du dafür auf „Kindersicherung anpassen“, wählst das Profil und gibst unter „Titel-Einschränkungen“ den Namen des Titels ein. Mit „Speichern“ verschwindet er aus dem Profil.
Netflix zeigt nur die ersten 100 blockierten Titel an. Willst du einen Titel wieder freigeben, suchst du ihn über die Suche. Bei Kinderprofilen geht das Blockieren nur im Webbrowser.
PIN: Profil sperren
Die Profilsperre schützt ein Profil mit einer vierstelligen PIN. Laut Netflix musst du sie jedes Mal eingeben, wenn dieses Profil geöffnet wird.
- App: „Mein Netflix“, Profilname, „Profile verwalten“, das Profil, „Profilsperre“ und „Profilsperre einrichten“. Dann folgen Passwort und vier Ziffern.
- Webbrowser: Konto-Seite, „Profile“, das Profil, „Profilsperre“, „Profilsperre einrichten“, vier Ziffern, „PIN speichern“.
Zusatzmitgliedskonten haben nur ein Profil, und dort ist keine Profilsperre möglich. Auf einigen älteren Geräten funktionieren PINs ebenfalls nicht.
Willst du verhindern, dass dein Kind neue Profile anlegt, sperre zuerst das Hauptprofil. Danach aktivierst du im Browser das Kontrollkästchen „PIN abfragen, um neue Profile hinzuzufügen“, wie Netflix beschreibt.
Was die Einstellungen nicht leisten
Nach Änderungen muss das Gerät teils aktualisiert werden. Netflix empfiehlt, kurz in ein anderes Profil und zurück zu wechseln oder sich aus- und wieder einzuloggen.
Auch dann bleiben Grenzen. Die Einstellungen gelten nur für Netflix, nicht für YouTube oder andere Apps. Technische Lösungen bieten laut klicksafe keinen vollständigen Schutz und ersetzen kein Gespräch. Und eine Altersstufe sagt nichts darüber, ob ein Inhalt zu deinem Kind passt: Zu Hause entscheiden laut FSK die Eltern.
Ob andere Dienste ähnlich funktionieren, zeigt der Beitrag zur Kindersicherung bei Amazon Prime. Wie Kennzeichen und Mindestalter zusammenhängen, erklärt der Überblick zu Altersfreigaben bei Apps und Spielen.
Netflix nach Alter
Die folgende Übersicht ist eine Einschätzung für den Familienalltag und keine Vorgabe von Netflix.
Wie ihr aus solchen Einstellungen eine Familienregel macht, behandelt Kapitel 7 im Elternkurs Digital aufwachsen.
Häufige Fragen
Kann mein Kind das Kinderprofil verlassen?
Ohne Profilsperre auf den anderen Profilen kann es dort ein Profil öffnen, das nicht für Kinder gedacht ist. Sperre deshalb die Profile, die dein Kind nicht öffnen soll, mit einer PIN.
Gibt es Netflix Kinder als eigene App?
Auf den geöffneten Hilfeseiten ist keine eigene Kinder-App beschrieben. Die Kids-Umgebung ist ein Profiltyp innerhalb deines Kontos.
Gilt die Altersstufe auch für Spiele?
Ja. Laut Netflix entsprechen die Spieleinstufungen den für das Profil gewählten Altersfreigaben.
Warum sehe ich bei mir andere Menüs?
Die Menüs unterscheiden sich je nach Gerät und teils je nach Land. Prüfe die Schritte in der Hilfe von Netflix, wenn sich Bezeichnungen geändert haben.
Das kannst du als Nächstes tun
Lege heute ein Kinderprofil oder ein Profil mit Altersstufe an und sperre dein eigenes Profil mit einer PIN. Schaut danach gemeinsam, was dein Kind sehen möchte. Wie es bei YouTube aussieht, zeigt der Beitrag zur Kindersicherung bei YouTube.
Mathe meistern: Alle wichtigen Themen für die 5. - 10. Klasse
Alle wichtigen Mathe-Themen der Klassen 5 bis 10, verständlich erklärt. Zum Nachschlagen neben den Hausaufgaben.
- Von Nachhilfelehrern geschrieben
- Alle wichtigen Themen der Klassen 5 bis 10





